Digitalisierung : Dematic entwickelt KI-gestützten digitalen Zwilling für die Intralogistik

Digitaler Zwilling von Dematic
© Dematic

Dematic hat in Zusammenarbeit mit Nvidia und Accenture einen digitalen Zwilling für die Intralogistik entwickelt. Die Lösung basiert auf Nvidia-Omniverse-Technologien und bildet physische Anlagen detailgetreu digital ab. In Kombination mit der nächsten Generation der Dematic-Software soll sie dazu beitragen, komplexe Prozessdynamiken zu analysieren und Material- sowie Auftragsflüsse in Echtzeit zu steuern.

Der digitale Zwilling wird unter anderem im Dematic Solution Center in Grand Rapids, USA, eingesetzt. Projektteams können damit Steuerungen und Softwarelösungen vor der Installation testen und validieren. Das verkürzt die Anlaufphase und reduziert Fehlerquellen im späteren Betrieb.

Kundinnen und Kunden können mit der Technologie verschiedene Layouts und Materialflusskonzepte virtuell entwerfen und testen, noch bevor eine Anlage umgesetzt wird. Nach der Inbetriebnahme lassen sich mit dem Zwilling unterschiedlichste Szenarien simulieren – etwa zur Anpassung an saisonale Schwankungen oder veränderte Geschäftsbedingungen.

Die Lösung soll zudem dazu beitragen, physische KI-Anwendungen mit stationären Kameras, autonomen Gabelstaplern sowie aktuellen Automatisierungs- und Robotiksystemen zu verknüpfen. Ziel ist es, sämtliche Elemente eines Lagers digital abzubilden – von manuellen Geräten über autonome Fahrzeuge bis hin zu einzelnen Warenstandorten. Dadurch werden eine vorausschauende Planung, eine präzisere Ressourcennutzung und eine verbesserte Sicherheit im Lagerbetrieb ermöglicht.

"Unser Digital Twin dient als zentrale Informationsquelle für das Verständnis und die Verbesserung komplexer Lieferkettenlösungen – vor, während und nach der Installation“, sagt Rob Smith, Vorstandsvorsitzender der Kion Group. Dematic ist eine Tochter der Kion Group.