Case Study

Das Zwei-Millionen-Schrauben-Regal

Hochregal von Jysk in Ungarn
© Jysk

Der dänische Konzern Jysk ist mit 3.000 Filialen in 50 Ländern weltweit tätig. Aufgrund wachsender Zahlen beschloss der dänische Einzelhandelskonzern, weiter in seine Zukunft zu investieren – aktuell beispielsweise durch den Aufbau des Logistikzentrums Ecser, unweit des Budapester Flughafens. In dieser zentralen Lage sieht Jysk einen großen Vorteil für Lieferungen an seine Abnehmer in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina.

„Wir erwarten“, unterstreicht Jysk Executive Vice President Logistics Allan K. Kjærgaard die Bedeutung des Hubs im aktuellen Jahresbericht des Unternehmens, „jedes Jahr 4,5 Millionen Straßentransport-Kilometer einzusparen. Das hilft der Umwelt und erlaubt es uns, den Kunden hervorragende Angebote zu unterbreiten.“

Die beiden Lagergebäude, Kernstücke des neuen Distribution Centers, errichtet die Voestalpine Krems Finaltechnik. Mit ihrer Bauhöhe von je 43 Metern werden sie zur Inbetriebnahme 2022 zwei weithin wahrnehmbare Landmarken darstellen. Um die Größe auch in anderen Zahlen zu verdeutlichen:

Für die Hochregallager im neuesten Jysk-Hub führt die Stückliste allein zwei Millionen Schrauben auf.

Die Hochregal-Zwillinge in Ecser bieten dann Raum für rund 210.000 Palettenplätze. „Für Voestalpine Krems Finaltechnik ist jedes neue Hochregallager eine Besonderheit, in die wir unser konstruktives Können und unsere logistischen Erfahrungen einbringen“, betont voestalpine-Projektleiter Matthias Fitz. Die niederösterreichischen Hochregal-Spezialisten setzen bereits das fünfte Lager für diesen Auftraggeber um. „Unsere gute Performance“, betont Fitz, „z. B. beim Bau des bulgarischen JYSK-Lagers, und die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Jysk mit unserem Vertrieb bildeten die Basis für die erneute, direkte Anfrage des Auftraggebers.“

Diese Sicht bestätigt Björn Nilsson, Project Manager Logistics bei Jysk Nordic: „Eine nahtlos funktionierende Logistik bildet für uns eine der wesentlichen Voraussetzung zur Erfüllung unseres Mission Statements, unseren Kunden auch in Zukunft die besten Angebote machen zu können. In Voestalpine Krems Finaltechnik haben wir einen zuverlässigen Partner gefunden, der unsere Vorstellung von Präzision und Pünktlichkeit teilt.“

Neue Projekte warten nicht selten mit überraschenden Aufgaben auf. So wurde in Ecser unter anderem eine besondere Lösung für die Anbringung der Außenwand-Paneele an die Regalkonstruktion verlangt – eine Herausforderung, die die Voestalpine-Konstrukteure mit einer cleveren Idee und zur vollen Zufriedenheit des Auftraggebers meistern konnten.

Mit ebenso außergewöhnlichen Leistungen wartet die Logistik des niederösterreichischen Hochregal-Spezialisten auf, berichtet Matthias Fitz: „Für die Regale müssen fast 10.000 Tonnen Stahl, darunter mehr als 200.000 Laufmeter Hochstäbe und zwei Millionen Schrauben, zur rechten Zeit an die Baustelle gebracht werden.“ Björn Nilsson von Jysk Nordic zeigt sich von der Flexibilität beeindruckt: „Der Einsatz von Zwischenlagern erlaubt eine schnelle Reaktion auf mögliche, kurzfristige Änderungen im Bauablauf. So etwas wissen wir als Auftraggeber zu schätzen.“

Den optimalen Lieferfluss nach Ecser sichert das Voestalpine-Unternehmen durch den Einsatz von Übergangslagern im österreichischen Burgenland und in der Nähe von Budapest. Auch damit könne man den kontinuierlichen, planmäßigen Baufortschritt in Ungarn garantieren, heißt es in der Projektleitung. Dass die Lieferung in das ungarische Zwischenlager per Bahntransport erfolgen konnte, verbessert zusätzlich die Ökobilanz des Projekts.

Das neue Verteilerzentrum in Ecser wird für JYSK die Lieferung an Geschäfte und Kunden in Zentraleuropa deutlich verbessern. Der Effizienzgewinn bei Zustellungen und Lieferungen basiere auch auf der guten Zusammenarbeit mit Unternehmen wie voestalpine Krems Finaltechnik. „Für uns bildet das aktuelle JYSK-Projekt in Ungarn einen weiteren Meilenstein in der gemeinsamen Zusammenarbeit, die vor allem neue Maßstäbe hinsichtlich der Logistik gesetzt hat“, schließt Matthias Fitz.