Brenner

Brennertransit: „unerträgliche Verspätungen“ beim Warentransport

Italien möchte eine Lösung für den Brennertransit finden. Österreich zeigt Dialogbereitschaft.

EU Brenner Transitverkehr Coronakrise

Der Frächterverband Conftrasporto fordert die Wiedereröffnung der "grünen Korridore".

Der EU-Abgeordnete der italienischen Regierungspartei Lega, Paolo Borchia, hat Österreichs stellvertretenden Ständigen Vertreter in Brüssel, Gregor Schusterschitz, getroffen und mit ihm das Thema Brenner-Transit besprochen. „Der Weg ist zwar noch hürdenreich, doch mit Wien diskutiert man besser als mit Tirol. Österreichs Ständige Vertretung hat Dialogbereitschaft bei der Suche nach einer Lösung für den Brenner-Transits bewiesen“, so Borchia in einer Presseaussendung.

Die Lega plane eine Reihe von Initiativen in Brüssel, um eine Lösung für den Brennertransit zu finden. „Es gibt langfristige Lösungen wie die Stärkung des intermodalen Verkehrs, doch die Probleme müssen kurzfristig gelöst werden. Es geht um die Zukunft der italienischen Wirtschaft“, so Borchia.

Der Frächterverband Conftrasporto protestierte indes weiter wegen der Pflicht für Lkw-Fahrer, sich vor der Einreise nach Österreich Covid-Tests zu unterziehen. Wegen der Kontrollen an den Grenzen würden „unerträgliche Verspätungen“ beim Warentransport entstehen. Daher bekräftige der Verband seinen Appell an die italienische Regierung und an die EU für eine Wiedereröffnung der sogenannten „grünen Korridore“, die den freien Warenverkehr gewährleisten sollen, hieß es in einem Schreiben des Verbands. Italiens Verkehrsminister Enrico Giovannini betonte zuletzt, dass bisher nur 27 positive Fälle von 14.823 getesteten Lkw-Fahrern registriert wurden. Dies entspreche einem Prozentsatz von 0,18. (apa/red)