Lo:Di – 21.01.2020

Containerstützen als billige und einfache Alternative – EK Automation zeigt neues autonomes Flurförderzeug – Versandhändler verpacken oft zu groß

Logistik:Dienstag. Das wöchentliche Briefing mit relevanten News aus Logistik, Intralogistik und Lagertechnik.

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Stützhilfe 

Das finnische Unternehmen Confoot, das sich auf Container Handling spezialisiert hat, kann einen neuen Customer Case präsentieren: Rohe Solutions, ein Lieferant für Naturgas und LNG, verwenden nun seit einem Jahr Containerstützen von Confoot. Das LNG wird in Tanks auf Lkw-Anhängern transportiert. Vor Ort können die Tanks, also die Container, jetzt auf die Stützen gestellt werden. So werden andere, kompliziertere Lösungen wie Reach-Stacker umgangen. Die Stützen sind eine kleinere Investition und benötigen auch nicht den Platzaufwand anderer Lösungen, vereinfachen also die Logistik des Abstellens der Tanks. Nach einem Jahr zeigt sich Rohe sehr zufrieden mit dieser Variante. Die Stützen können von nur einer Person abgenommen werden. Jede wiegt 25 Kilogramm, kann aber bis zu 34 Tonnen tragen.

https://youtu.be/uCXiSYTMDic

Simpel ist alles

EK Automation, ein Unternehmen für Transportrobotik und Intralogistik mit Hauptsitz nahe Hamburg, wird auf der Logimat 2020 sein neues Flurförderzeug Vario Move präsentieren. Die modulare Konstruktion soll verschiedene Transportaufgaben erfüllen können, wofür einzelne Module möglich sind. Das automatisierte Gefährt fährt selbst zum Aufladen, nimmt Personen wahr und bremst vor Hindernissen ab. Laut Hersteller wurde bei Vario Move auch besonders auf die Einfachheit geachtet – so muss bei einer Wartung nichts aufgeschraubt werden, die Verkleidung ist einfach abnehmbar. Der Einschulungsaufwand würde sich auch in Grenzen halten.

White Paper zum Thema

Die Logimat findet vom 10. bis 12. März in Stuttgart statt. 

Nie zu klein

Verwenden Sie für Ihren Versand auch zu große Verpackungen? Sie wären zumindest nicht in der Minderheit, denn laut einer Recherche des Verbrauchermagazins Super.Markt des rbb machen das sehr viele Onlinehändler immer noch. Amazon soll 30 verschiedene Kartongrößen führen, wobei ein Algorithmus die passende Größe je nach Gewicht und Größe des Produktes aussucht, so das Magazin. Schon hier müssen sich Kunden oft wundern, wieso ihre vergleichsweise kleine Bestellung in Riesenschachteln mit viel Papier kommt. Der Elektrohändler Conrad hingegen hat nur sechs Kartongrößen, wodurch es wahrscheinlich noch häufiger dazu kommen kann, dass die Verpackung eher zu groß ausfällt. Laut Umweltbundesamt, erreichte der Verpackungsmüll in Deutschland zuletzt einen neuen Rekordwert – 18,7 Millionen Tonnen waren es 2017 (dieser letzte Stand wurde Ende 2019 verkündet), was 226,5 Kilo pro Kopf entspricht. Das waren um drei Prozent mehr als noch im Jahr davor. Private Verbraucher verschuldeten davon fast die Hälfte.  

Mehr Lesestoff gibt's hier: Drei Roboter zeigen, wie das Lager automatisiert wird

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