Schiene

Die britische Tochter der Deutsche Bahn wird doch nicht verkauft

Zumindest dieses Jahr wird der Arriva-Verkauf nicht mehr über die Bühne gehen. Woran das liegt und wie es um den Börsengang steht, lesen Sie hier.

Deutsche Bahn Arriva Brexit Schienenverkehr

Die Deutsche Bahn wird Konzernkreisen zufolge ihre britische Nahverkehrstochter Arriva heuer doch nicht mehr verkaufen. "Weder ein Börsengang noch der Verkauf an Investoren wird dieses Jahr noch umzusetzen sein", sagten mit den Plänen Vertraute am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Sowohl das Ringen um den Brexit als auch die vertiefte Prüfung der Arriva-Bücher wirke sich auf den Zeitplan aus. Zudem sei durch die Ausgabe sogenannter Hybrid-Anleihen im Volumen von 2 Mrd. Euro der Druck auf den hochverschuldeten deutschen Staatskonzern gesunken, schnell Erlöse einzustreichen.

Eine Deutsche-Bahn-Sprecherin sagte: "Sobald wir Ergebnisse unseres fortlaufenden Transaktionsprozesses haben, werden wir darüber informieren." Der Konzern gehe nach wie vor davon aus, dass man noch dieses Jahr eine Entscheidung haben werde, welcher Weg beim Verkauf beschritten wird.

Die Deutsche Bahn bereitet sowohl einen Börsengang von Arriva in Amsterdam als auch eine Direktverkauf an Investoren vor. Zuletzt im Rennen waren den Konzernkreisen zufolge noch Apollo und Carlyle Der Wert von Arriva wird auf 3 bis 4 Mrd. Euro geschätzt, wobei die Schulden des Unternehmens von über einer Milliarde Euro die eigentlichen Zahlungen reduzieren werden.

Arriva mit Sitz in Großbritannien war 2010 von der Bahn gekauft worden. Die Firma erzielt mit über 50.000 Mitarbeitern europaweit einen Umsatz von mehr als 5 Mrd. Euro. (apa/red)

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