Donnerstag:Digital – 28.03.2019 – No. 16

Do:Di. „Problem im Einkauf liegt bei uns“ – VW und Amazon basteln Cloud – Bosch macht Geld mit Industrie 4.0 – Wer keinen Jobverlust durch Digitalisierung befürchtet

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Zitat der Woche:

„Seit jeher beklagen wir uns im Einkauf darüber, dass wir nicht eingebunden sind in grundsätzliche Entscheidungen und zu spät ins Rennen kommen. Doch das Problem liegt bei uns.“

Elmar Bräkling, Professor für Beschaffung und Logistik im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Koblenz. Der Einkauf soll, so Bräkling, über die digitale Supply Chain genauso Bescheid wissen wie über die klassische physische Supply Chain. 

VW in den Wolken

Einen Volkswagen kann man noch nicht über Amazon bestellen, trotzdem machen der Autohersteller und der Onlineriese jetzt gemeinsame Sache. VW baut nämlich mit Amazons Hilfe eine eigene industrielle Cloud, in der alle Daten seiner 122 Werke zusammengeführt werden sollen, was natürlich zu einer Produktivitätssteigerung führen soll. Konkrete Unterstützung kommt von der Amazon Web Services, einer der größten Cloud-Dienste der Welt, in einer mehrjährigen Zusammenarbeit.

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Alles klar bei Bosch

Bei Bosch ist die Industrie 4.0 schon vor längerem angekommen. Und das multinationale Unternehmen gibt an, dadurch in vier Jahren 1,5 Milliarden Euro umgesetzt zu haben. 2022 soll es bereits eine Milliarde pro Jahr sein. Die Zahlen sind leicht mit der gesteigerten Produktivität belegbar: Im Werk in Blaichach im Allgäu zum Beispiel wurden die Stückzahlen teils um 200 Prozent in sechs Jahren gesteigert – nicht durch Erweiterungen, sondern eben durch Digitalisierung und Vernetzung. Produktion und Logistik sollen auch noch weiter verbunden werden, weshalb nun auf autonome Transportsystem gesetzt wird.

Deutliche Fortschritte am Horizont?

Laut einer Umfrage der Boston Consulting Group sehen österreichische Industrieunternehmen mehr die Potentiale denn Gefahren in der Digitalisierung – rechnen also weniger mit einem Stellenabbau als viele andere Länder. Außerdem werden wir „in den nächsten drei bis fünf Jahren deutliche Fortschritte bei den Anwendungsmöglichkeiten in Produktion und Logistik sehen. Der Einsatz von Advanced Robotics in der Fabrik der Zukunft ist unumgänglich in einer Welt, in der Produkte komplexer und immer mehr auf den Benutzer zugeschnitten werden“, so Hannes Pichler, BCG-Partner. 

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