Corona-Krise

Keine Paketzustellung am Sonntag in Deutschland

Der Wunsch der Deutschen Post nach Sonntags-Zustellung wird vom Arbeitsministerium abgelehnt.

KEP Deutsche Post Coronavirus Paketzustellung

Ein Sprecher von Arbeitsminister Hubertus Heil sagte am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Wie bereits das Verwaltungsgericht Berlin in mehreren Eilverfahren entschieden hat, liegt keine Versorgungskrise vor, die die Versorgung der Bevölkerung durch eine Sonntagszustellung von Paketen dringend nötig machen würde.“

„Auch politisch nicht nachvollziehbar“

Ein wegen der Ostertage, der Kontaktbeschränkungen und der Schließung vieler Verkaufsgeschäfte vorübergehend auftretendes erhöhtes Paketaufkommen sei kein Grund, um in das verfassungsrechtlich garantierte Recht auf Sonntagsruhe einzugreifen. „Es ist auch politisch nicht nachvollziehbar, warum die in der Krise erheblich zusätzlich belasteten Paketzustellfahrer noch weiteren Zumutungen ausgesetzt werden sollen.“

Ein Deutsche-Post-Sprecher hatte betont, der Konzern strebe keine regelmäßige, deutschlandweite Sonntagszustellung an. Man wolle aber Sonntagsarbeit in der derzeitigen Ausnahmesituation „punktuell und nach Abstimmung mit den örtlichen Betriebsräten“ einsetzen, um schnell auf bestehende regional begrenzte Engpässe zu reagieren. Auch bei einem nur punktuellen Einsatz von Sonntagsarbeit wäre ein bundesweit einheitlicher rechtlicher Rahmen sinnvoll. (apa/dpa/red)

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