Nutzfahrzeuge

Kia wird leichter

Der südkoreanische Autohersteller will sein Portfolio auf leichte Nutzfahrzeuge erweitern. Dazu sollen auch „Purpose Built Vehicles“ zählen, die etwa Liefer- und Taxidienste elektrisch und teilautonom bedienen.

Kia Nutzfahrzeuge

Kia plant einige neue elektrische Modelle.

Alles neu heißt es bei Kia: Das Unternehmen will über die Fahrzeugherstellung hinausgehen, um nachhaltige Mobilitätslösungen für Kunden zu schaffen. Nachdem Kia schon die Bezeichnung „Motors“ aus seinem Namen gestrichen hat, will man in diesem Sinne auch die Geschäftsstrategie „Plan S“ fördern. Mit dieser Strategie strebt „eine führende Position in der zukünftigen Mobilitätsbranche und eine Ausweitung ihres Geschäfts an, das künftig neben Elektrofahrzeugen auch Mobilitätslösungen und -dienste, Spezialfahrzeuge und weitere Angebote beinhalten wird.“ Zudem ist geplant, durch den Einsatz sauberer Energie und recycelbarer Materialien eine nachhaltigere Produktion zu fördern. Außerdem wird die Entwicklung von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) in den Fokus gerückt, um bis 2027 das Produktportfolio um sieben neue, rein batteriebetriebene Modelle zu erweitern. Diese BEV-Palette wird Limousinen, SUV und MPV beinhalten und sich über ein breites Spektrum an Segmenten erstrecken. Die Modelle basieren auf der neuen Elektrofahrzeugplattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform) der Hyundai Motor Group. Auch Kia verspricht hohe Reichweiten und schnelles Laden – und elektrische High-Performance-Versionen. 

Spezielle Spezialfahrzeuge

Darüber hinaus wird Kia für Firmenkunden eine Reihe zweckgebundener Spezialfahrzeuge (Purpose-Built Vehicles, PBV) entwickeln. Sie basieren auf flexiblen „Skateboard“-Plattformen und verfügen über modular aufgebaute Karosserien, um die spezifischen Mobilitätsanforderungen verschiedenster Firmen- und Flottenkunden zu erfüllen. Kia wird bei der Entwicklung der Spezialfahrzeuge mit Partnern wie Canoo und Arrival kooperieren.

Es wird erwartet, dass sich die Pubilc Battery Vehicle aufgrund des starken, nachhaltigen Wachstums der E-Commerce- und Carsharing-Dienste bis 2030 verfünffacht. Das Kia-Angebot an maßgeschneiderten PBVs könnte zum Beispiel Fahrzeuge für Carsharing- und Lieferdienste sowie Niederflurfahrzeuge für den Logistikbereich beinhalten.

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Neue umweltfreundliche Mobilitätsdienste 

Ein weiteres Ziel der Strategie „Plan S“ ist die Diversifizierung des Kia-Geschäfts, um umweltfreundliche Mobilitätsdienste anzubieten.  So investierte Kia 2018 in Grab, den größten südostasiatischen Anbieter von Mitfahrdiensten (Ridehailing-Services), Lebensmittelzustellung und Zahlungslösungen, und im März 2019 in Ola, ein indisches Unternehmen, das Peer-to-Peer-Ridesharing, Ridehailing, Taxidienste, Lebensmittelzustellung und andere Mobilitätsdienste anbietet. 

Mit seiner wachsenden Palette von batteriebetriebenen Modellen strebt Kia bis 2025 einen Anteil von 6,6 Prozent am globalen BEV-Markt an. Der weltweite Jahresabsatz an Kia-Stromern soll bis 2026 auf 500.000 Einheiten steigen, bis 2030 plane man 800.000 Einheiten.