Transport

Schwarzmüller stellt neuen Tieflader vor

Durch flexible Konfiguration verlängern sich die Einsatzzeiten. Neben Fahrzeugen sind auch Holz oder Container transportierbar.

Die Tieflader von Schwarzmüller haben ein charakteristisches Heck erhalten. Neben dem Unterfahrschutz wurden die Rampen neu konstruiert.

Die Pflicht, eine EU-Vorschrift zu erfüllen, wurde von Schwarzmüller zum Anlass genommen, den Tieflader gleich ganz zu überarbeiten. Bei allen aktuellen Bestellungen kommt mit dem vorgeschriebenen Unterfahrschutz eine neue Rampe zum Einsatz. „Unsere Vision ist ein Tieflader, der ständig bewegt werden kann, weil er vielseitig einsetzbar ist. Mit unserer breiten Palette in diesem Fahrzeugsegment schaffen wir dafür die Grundlage“, sagt CEO Roland Hartwig.

EU-weit gilt ab September 2021 auch für Tieflader die neue Verordnung zum Unterfahrschutz bei Nutzfahrzeugen. Dieser muss doppelt so viel Kräfte wie bisher aufnehmen können, um bei einem Unfall niedrigere Fahrzeuge noch besser vor dem gefährlichen Unterfahren zu schützen. Die gesetzliche Änderung war der Ausgangspunkt, um die Tieflader auch an anderen Stellen zu optimieren. „Wir interpretieren den Tieflader als Multifunktionsfahrzeug für den Transport sperriger, schwerer Güter. Die steigende Nachfrage gibt uns recht“, erläutert Hartwig das Konzept der Fahrzeuggruppe. Bei Schwarzmüller sind die Tieflader in der Lage, neben schweren Baumaschinen, Holzleimbinder und Stahlträger, auch Container und Sondermaschinen zu transportieren. Und das alles bis zu 60 Tonnen Gesamtgewicht. Die Wandelbarkeit der Fahrzeuge hat zur Folge, dass sich die Einsatzzeiten um bis zu 40 Prozent erhöhen.

Neue Rampe über dem Unterflurschutz

Das aktuelle Heck weist einen charakteristischen Schwarzmüller-Look auf. Über dem überarbeiteten Quer-Formrohr, das als Unterfahrschutz Auffahrkräfte von bis zehn Tonnen aufnimmt, sitzt die neue Rampe. Sie ist als Baukastensystem konstruiert und lässt sich auch nachträglich sehr einfach verändern. Die Rampe ist leicht und der Form nach schmal gehalten, den Boden kann man jederzeit von hart auf weich, Gummi oder Gitterrost umrüsten. Die Ladefläche ist standardmäßig mit Douglasie belegt, weil sie leistungsfähiger als Fichte ist. Harthölzer und Gummibeläge sind auch erhältlich.

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Ein hydraulisch absenkbares Tiefbett erweitert die Einsatzmöglichkeiten ebenso wie seitlich ausziehbare Ladungsträger. Hydraulische Unterstützung gibt es auch für den Betrieb der Rampen. Zur Standardausstattung zählen Feuerverzinkung, automatisch klappbarer Stützfuß an der Rampe und LED-Beleuchtung. Eine Vielzahl von Achs- und Lenksystemen steht zur Auswahl. Steckrungen für den Holztransport oder eine Twistlock-Verriegelung für den Behältertransport sind Optionen. Die Fahrzeuge sind in 2- bis 5-achsiger Ausführung und in Deichsel-, Zentralachs- und Sattelanhängervariante erhältlich, um die Bandbreite der Transportmöglichkeiten zu erhöhen.