Gut zu wissen : Nochmal mit englischem Gefühl – Teil Drei. Auch Ekelhaft lässt sich nicht ändern.

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Der wöchentliche Englisch-Recap eines Artikels der letzten Woche. Schnell und easy– wir machen Sie international!

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Das gesamte Transportaufkommen stieg von 2013 bis 2017 um fast 7 Prozent, die Transportleistung um 11 Prozent.

>> Übersetzung

Between 2013 and 2017, total transport capacity increased by almost 7 percent, the total output by 11 percent.

Englische Sätze muss man sich ein bisschen wie Bauklötze vorstellen. Es gibt bestimmte Klötze, die kann man eher schlecht in das Gesamtkonstrukt hineinpferchen – lieber ganz an den Anfang oder ganz ans Ende stellen.

So verhält es sich mit Orts- und Zeitangaben. Am übersichtlichsten lässt sich ein Satz gestalten, wenn Phrasen wie „in the morning“ oder „at the restaurant“ an Satzanfang oder -ende geschoben werden. Es heißt also nicht: „We were in the morning at the restaurant eating“, sondern: „In the morning we were eating at the restaurant“, oder auch: “We were eating at the restaurant in the morning.”

In der Übersetzung oben wird ebenfalls die Zeitangabe an den Anfang gestellt, sie könnte aber auch ganz am Ende stehen. Der Sprecher kann die Zeitangabe an den Anfang stellen, um dem Zuhörer gleich zu Beginn einen Referenzrahmen zu bieten: Es geht um eine Zeitspanne, als nächstes kommt die Information, was in dieser Zeitspanne passiert ist.

Böses by

Das englische „by“ verwirrt Nicht-Muttersprachler oft, weil es wie das deutsche „bei“ klingt, aber anders verwendet wird. Tatsächlich hat „by“ seinen Ursprung zwar vor vielen Jahrhunderten in „bei“ gehabt, hat aber viele andere Bedeutungen. In diesem Fall ist es ein „um“ – um 7 Prozent. Vielleicht sind Englischsprachige aber auch zunehmend verwirrt, denn das Wort „by“ wird mit jedem Jahr weniger verwendet, wie Statistiken zeigen.

Noch ein schneller Hinweis zu den Jahreszahlen: „Two-thousand-thirteen“ usw. kann, muss aber nicht ausgesprochen werden – „twenty-thirteen“ usw. ist absolut gebräuchlich und für viele leichter zu sagen.

>> Original

Alleine die ÖBB sind für 62.000 Arbeitsplätze und eine Brutto-Wertschöpfung von 4,86 Milliarden Euro verantwortlich.

>> Übersetzung

The ÖBB alone are responsible for 62,000 jobs and a gross value of 4.86 billion euros.

Um die Unterschiede zu einer Eins-zu-Eins-Übersetzung zu erkennen, muss man hier etwas genauer hinsehen. Dennoch sind eben solche Details oft entscheidend, wie gut das eigene Englisch beim Zuhörer ankommt:

It's all in the numbers, baby

Zuallererst die Zifferngruppierung: Wo im deutschen ein Punkt als Trennzeichen, da im Englischen ein Komma und umgekehrt. Auch sind im Englischen z.B. „6.5 days“ sechseinhalb Tage.

Das ist im gesprochenen Englisch beim Beispielsatz oben nicht so wichtig, denn ausgesprochen wird der Trennungspunkt nicht – es heißt „Sixty-two-thousand jobs“. Schreiben Sie die Zahl allerdings in einer E-mail etwa, ist es verdammt wichtig, auf die Unterscheidung des deutschen Kommas und des englischen Punktes zu achten.

Und noch einmal zurück zum Beispiel von „6.5 days“ – hier wird der Punkt sehr wohl ausgeprochen. „Six point five days“ heißt es also, oder auch: „Six and a half days“, oder aber auch: „six days and a half“.

Wo ist das Geld geblieben?

Noch einmal das Augenmerk auf die Übersetzung oben gerichtet: Da fällt neben dem Fakt, dass die deutsche Milliarde zur englischen “billion” wird, auch noch auf, dass „Euro“ auf einmal klein und in der Mehrzahl steht: „euros“ – auch ein wichtiger Faktor, wenn das Englisch nicht zu deutsch klingen soll.

Zu guter Letzt noch die Übersetzung von „brutto“ – „gross“ wird nicht wie kross mit weichem g ausgesprochen, sondern eher wie „grows“ mit scharfem s. Im Online-Wörterbuch ein Aussprachebeispiel anzuhören kann helfen. Gross heißt übrigens auch ekelhaft – aber auch das lässt sich nicht ändern...

Die letzte Ausgabe verpasst? Lesen Sie sie hier nach - nächste Woche gibt's noch mehr Englisch. Same place, same time.