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Warum macht Kapsch TrafficCom Gewinnverlust?

© YouTube/Kapsch Group

Der Wiener Mauttechnologie-Anbieter Kapsch TrafficCom hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 weniger Gewinn, aber mehr Umsatz erzielt. Unter dem Strich blieben 2,2 Mio. Euro, nach 2,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Verkaufserlöse legten vor allem dank des starken Wachstums in Amerika um rund 18 Prozent auf 186,2 Mio. Euro zu, wie aus den endgültigen Zahlen vom Dienstag hervorgeht.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach um 36 Prozent von 7,1 auf 4,6 Mio. Euro ein. Die EBIT-Marge halbierte sich fast von 4,5 auf 2,4 Prozent. Der Gewinn je Aktie (EPS) ging von 0,21 auf 0,19 Euro zurück.

Als Hauptgründe für die geringere Profitabilität gab Kapsch TrafficCom Investitionen in weiteres Wachstum in Form von höherem Material- und Personalaufwand an. So wuchs etwa das Geschäft in Nordamerika den Angaben zufolge so stark, dass der Mitarbeiterstand in den USA um 50 Personen aufgestockt werden musste.

"Im ersten Quartal gelang es uns, die positive Umsatzentwicklung fortzusetzen. Beim EBIT war die Saisonalität aber stärker ausgeprägt als erwartet, weshalb der Wert unter jenem des ersten Quartals des Vorjahres liegt", erklärte Unternehmenschef Georg Kapsch. Für das Wirtschaftsjahr 2019/20 ist er "weiterhin optimistisch", die vorgegebenen Ergebnisziele zu erreichen. Umsatz und EBIT sollen - exklusive Einmaleffekte - um je "mindestens 5 Prozent" steigen.

Als wesentliche Neuerung ab dem Wirtschaftsjahr 2019/20 nannte das Unternehmen die erstmalige Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Durch diese geänderte Darstellung der Leasingverhältnisse hätten sich per 1. April 2019 die Bilanzsumme von 677,7 auf 715,9 Mio. Euro und die Nettoverschuldung von 81,7 auf 133,4 Mio. Euro von einem Tag auf den anderen signifikant erhöht. Die Eigenkapitalquote per 30. Juni habe sich von 38,2 auf 36,3 Prozent verringert. (apa/red)

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