Start-ups : Das einträgliche Geschäft mit Logistik-Software

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Der Software-Bereich in der Logistik ist riesig und hat viele verschiedene Bereiche. Es gilt, Prozesse zu verschlanken und in ihrer Effizienz zu steigern und eine vollständig digitale Prozesskette vom Lager bis zum Transport zu erreichen.

Vor allem angesichts der chaotischen Lieferketten, dem Problem des Fahrermangels, den kriegerischen Auseinandersetzungen und dessen Auswirkungen und den Ansprüchen des Lieferkettengesetzes haben Unternehmen auch aus Kosten- und Transparenzgründen ein Interesse daran, vollständige Transparenz und damit Einsparungseffekte zu erzielen.

So hat etwa Fourkites, ein Unternehmen das Software für Supply Chain Visibility anbietet, zuletzt ein Wachstum von satten 148 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Damit habe man die jährlichen Wachstumsziele in den Märkten Europas, des Nahen Ostens und Afrikas (EMEA) übertroffen, heißt es aus dem Unternehmen.

Die Zahl der Kunden, die ihre Sendungen mit Fourkites in EMEA verfolgen, ist in den letzten 12 Monaten um 59 Prozent gestiegen, während die Zahl der Spediteure, die ihre Sendungen verfolgen, im gleichen Zeitraum um 55 Prozent gestiegen ist.

Im Januar 2022 übernahm Fourkites den deutschen Anbieter von Supply-Chain-Visibility-Software NIC-place, den Marktführer für Supply-Chain-Visibility-Softwarelösungen, die speziell für Transportunternehmen, Spediteure und Logistikdienstleister entwickelt wurden.

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Fedex als neuer Partner

Um an einer gemeinsamen SCM-Plattform zu arbeiten, haben sich nun auch Fourkites und Fedex zusammengetan. Mit der Zusammenarbeit reagieren die Unternehmen auf die durch die Corona-Pandemie und die aktuellen geopolitischen Entwicklungen verursachten Störungen der Lieferketten.

Geplant ist, dass Fourkites seine Kompetenzen im Bereich des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz mit den Daten des FedEx-Netzwerks kombiniert. Die SCM-Plattform Fourkites X soll großen Verladern und Logistikanbietern Tools und Analysen zur Verfügung stellen und diese mithilfe von dynamischer Planung, verbesserter Transparenz und proaktiven Warnmeldungen bei der Optimierung der Lieferketten unterstützen.

12 Millionen für Logistik-Plattform Tradelink

Tradelink will mit seiner Plattform die Organisation von Lieferketten vereinfachen und ihre Effizienz steigern. Anstelle einer Kommunikation über E-Mails und Excel-Tabellen werden alle beteiligten Parteien – Spediteure, Lieferanten und Lagerbetreiber – in die Plattform eingebunden. Digitale Papiere, voraussichtliche Lieferzeiten, Ladungsinformationen und die Kommunikation werden automatisiert. Auf ihrer Website versprechen die Münchner Kosteneinsparungen von 30 Prozent in Wareneingangs- und Warenausgangsprozessen, eine um 20 Prozent höhere Lagerkapazität sowie 60 Prozent weniger Standgelder und Fehlbelastungen.

Nun hat Tradelink bei einer Finanzierungsrunde weitere zwölf Millionen Euro für ihre Logistik-Plattform eingesammelt. Mit dem frischen Geld sollen die Funktionalitäten der SaaS-Plattform erweitert werden.

Fulfilment-Start-up mit frischem Geld

Das 2016 gegründete österreichische Unternehmen byrd betreibt ein virtuelles Netzwerk, um über seine eigene Software Online-Händlern in ganz Europa Zugang zu Fulfillment-Dienstleistungen wie Lagerung, Verpackung, Versand und Retourenabwicklung anzubieten.

Die Software von byrd wird von Logistikpartnern als Lagermanagement-System genutzt und lässt sich mit eCommerce-Systemen wie Shopify oder Amazon integrieren. byrd versendet bereits aus Österreich, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und hat kürzlich neue Lagerstandorte in Italien und Spanien eröffnet.

Nun konnten die Wiener erneut Investoren ins Boot holen und eine Finanzierungsrunde in Höhe von 50 Millionen Euro abschließen. Mit dem Geld wird die Europa-Expansion vorangetrieben, noch heuer ist der Einstieg in Schweden, Dänemark und Polen geplant.