Dekarbonisierung : So können Scope-3-Emissionen in den Lieferketten ermittelt werden

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Angesichts der wachsenden regulatorischen Anforderungen, Sanktionsregelungen und starkem öffentlichen Interesse hat das Thema Nachhaltigkeit für Unternehmen weltweit immer höhere Priorität gewonnen. Alle Bemühungen, Emissionen zu senken und Netto-Null-Ziele zu erreichen, müssen vor allem für Scope-3-Emissionen gelten, die bei den meisten Unternehmen über 75 Prozent der Gesamtemissionen ausmachen.

Die Scope-Emissionen im Überblick

Scope 1 umfasst Emissionen aus Quellen, die einer Organisation gehören oder von ihr direkt kontrolliert werden - zum Beispiel aus der Verbrennung von Treibstoff in der Fahrzeugflotte.

Scope 2
sind Emissionen, die ein Unternehmen indirekt verursacht, wenn die Energie, die es kauft und nutzt, erzeugt wird. Bei Elektrofahrzeugen fallen beispielsweise die Emissionen aus der Erzeugung des Stroms, mit dem sie betrieben werden, in diese Kategorie.

Scope 3
umfasst Emissionen, die nicht vom Unternehmen selbst erzeugt werden und auch nicht das Ergebnis von Aktivitäten aus Anlagen sind, die dem Unternehmen gehören oder von ihm kontrolliert werden, sondern von denjenigen, für die es indirekt verantwortlich ist, und zwar in der gesamten Wertschöpfungskette. Ein Beispiel hierfür ist der Kauf, die Nutzung und die Entsorgung von Produkten von Lieferanten. Scope-3-Emissionen umfassen alle Quellen, die nicht in die Scope-1- und Scope-2-Grenzen fallen.

Ivalua hat mit dem Environmental Impact Center (EIC) eine Integration geschaffen, in der Unternehmen Emissionen für eingekaufte direkte und indirekte Materialien sowie externe Dienstleistungen in ihrer Lieferkette ermitteln können. Das EIC wird als Modul in die Source-to-Pay-Plattform von Ivalua integriert und im nächsten Plattform-Update 176 enthalten sein.

Dabei überlässt Ivalua den Kunden die Freiheit, Emissionsdaten aus einer Vielzahl anerkannter Datenquellen oder den Firmen bereits vorliegende Daten oder solche direkt von ihren Lieferanten ins EIC zu importieren. Diese werden mit Informationen wie Umweltrisikobewertungen, Richtlinien, veröffentlichten Zielen oder Zertifizierungen kombiniert und in einem Dashboard dargestellt. Die Ergebnisse sind über die Source-to-Pay-Lösung von Ivalua zugänglich. Wenn Produkte und Dienstleistungen innerhalb eines Unternehmens gekauft werden, können Kategorien-Manager den Verlauf der Kohlenstoffemissionen ihrer Einkäufe seit Jahresbeginn genau verfolgen.