Stresstest

EU will Cyberangriffe auf die Lieferkette simulieren

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Die Europäische Union (EU) plant Berichten zufolge eine groß angelegte Simulation eines Cyberangriffs auf die Lieferkette. Laut Bloomberg wird die Übung in den kommenden Tagen stattfinden und sechs Wochen andauern. Bei der Übung werden Angriffe auf Lieferketten und sozioökonomische Auswirkungen in anderen Ländern simuliert.

Unter "Berufung auf interne Dokumente und Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind", berichtet Bloomberg, dass der simulierte Angriff vor allem auf die Lieferketten in ganz Europa abzielen wird. Der koordinierte Angriff wird sich auf vergangene oder in Zukunft zu erwartende Hackerangriffe auf Lieferketten stützen, um so realistisch wie möglich zu sein.

In der letzten Phase der Übung werden die Teilnehmer aufgefordert, die öffentliche Kommunikation und eine diplomatische Reaktion auf den Cyberangriff zu koordinieren, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen und von Bloomberg eingesehene Dokumente berichten.

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Das Ziel sei, Europas Bereitschaft für eine Krise zu testen und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten sowie die Effektivität einer gemeinsamen Reaktion zu verbessern. Im Anschluss an die Übung will die EU einen Rahmen für eine gemeinsame Reaktion auf einen größeren Zwischenfall entwickeln. Denn obwohl die EU über verschiedene Instrumente zur Sanktionierung von Cyberangriffen verfügt, gebe es noch keine Möglichkeit für eine effektive Koordinierung einer gemeinsamen Reaktion

Die Simulation ist auf eine schrittweise Eskalation hin zu einem größeren Angriff ausgerichtet. Als Vorbild dienen Vorfälle, die bereits stattgefunden haben, wie z. B. der SolarWinds-Hack, oder die in Zukunft realistischerweise auftreten könnten.

Im Dezember letzten Jahres führte Israel eine ähnliche Angriffssimulation mit 10 Ländern durch, die auf das globale Finanzsystem abzielte.